Master-Class: Home Audio System optimieren

Master-Class: Home Audio System optimieren

Ich freue mich ganz besonders, einen ausführlichen Blog eines unserer geschätzten Kunden vorstellen zu dürfen: Alain Lüthi. 🙌🙏🤩

Ich danke Alain ganz herzlich für seine Arbeit und hoffe, der Artikel inspiriert auch andere Kunden und Leser unseres Blogs! Und ohne weitere Worte übergebe ich auch direkt an Alain:

1) Worum geht es in meinem Artikel?

Es handelt sich um eine detaillierte Analyse meines HiFi-Audiosystems. Der Artikel beschreibt die Synergie einer Anlage, die für eine Transparenz vom Typ „Mastering” optimiert wurde. Ich beschreibe darin jeden Schritt im Detail, von der elektrischen Infrastruktur über die Software bis hin zur Integration der Schweizer PSI Audio-Monitore. 

Die Idee ist, die Komplexität und die kritischen Punkte (sowohl technischer als auch finanzieller Art) einer solchen Konfiguration aufzuzeigen.

2) Was war das Ziel dieser Optimierung?

Mein Ziel war es, einen Kindheitstraum zu verwirklichen: alle „Engpässe” (zeitlicher oder elektrischer Art) zu beseitigen, um eine vollständige Homogenität zu erreichen. 
Ich strebte einen professionellen Standard mit chirurgischer Genauigkeit und absoluter Transparenz ohne jegliche Verfärbung an. 

Zusammenfassend gesagt, strebe ich ein Hörerlebnis an, das der Originalaufnahme so nahe wie möglich kommt – realistisch, natürlich und ohne Ermüdungserscheinungen – für puren Genuss.

Schließlich bietet die Verwendung eines PCs eine Flexibilität (Software, Video, Spiele, Musik) und Bearbeitungsmöglichkeiten (HTTP-Server, Filterung usw.), die ein herkömmlicher Audio-Streamer nicht bieten kann.

Allerdings ist es nach wie vor komplex, den DAC von einem PC aus mit extrem hoher Qualität zu versorgen; aber wenn dies richtig gemacht wird, erreicht dieser Ansatz alles, was ein audiophiler Streamer leisten kann, oder übertrifft es sogar. 


High-Fidelity-Analyse: Audiosystem  & Konfiguration 

Dieser Bericht beschreibt detailliert die Synergien einer für transparentes Mastering optimierten HiFi-Audiokette, die die elektrische Infrastruktur, die deterministische Softwarearchitektur, den nativen digitalen I²S-Transport, die hochpräzise DAC-Wandlung und die elektroakustische Integration über aktive Schweizer Monitore umfasst, mit dem Ziel, zeitliche oder elektrische Engpässe zu beseitigen.

1. Elektrische Infrastruktur & digitale Quelle

Die Optimierung beginnt mit dem Energiemanagement und der Trennung der Datenströme innerhalb des Servers.

A. Elektrischer Anschluss und Verteilung

• Trennung der Leitungen: Die Verwendung einer iFi PowerStation für den digitalen Bereich und einer Oehlbach XXL 909 für den analogen Bereich schafft eine Barriere gegen gegenseitige Störungen. Der digitale Bereich (PC, DAC) speist seine Schaltgeräusche nicht in die Stromversorgung der aktiven Lautsprecher zurück.

• Netzteil Asus ROG Loki 1200W Titanium: Diese Komponente ist das Herzstück des Servers. Ihre Titanium-Zertifizierung gewährleistet eine AC/DC-Umwandlung von chirurgischer Reinheit. Sie arbeitet im lüfterlosen Modus bis zu einer Auslastung von 40 % und eliminiert alle mechanischen Vibrationen und EMI-Verunreinigungen, die mit dem Lüftermotor verbunden sind, und bietet so die für eine hohe Auflösung unverzichtbare „elektrische Stille”.

B. Softwarearchitektur (Ubuntu 25.10 & CCD-Trennung)

• Hardware-Determinismus: Im Gegensatz zu einem Standard-Betriebssystem isoliert hier die vollständige Trennung der CCDs (Core Complex Die) des AMD-Prozessors den Audiobereich physisch. Das Betriebssystem und die Hintergrundaufgaben laufen auf einer Gruppe von Kernen, während der Audio-Stream (Strawberry / Pipewire) auf Kern 23 festgelegt ist.

• Datenfluss: Diese Architektur eliminiert Interkommunikationslatenzen (Infinity 
Fabric) und macht die Verwendung eines Low-Latency-Kerns überflüssig. Der PC verhält sich nicht mehr wie ein Multitasking-Computer, sondern wie ein deterministischer Streaming-Server.

2. Digitale Übertragung: Vom PC zum DAC (I²S-Pfad)

Hier entscheidet sich die zeitliche Präzision des Systems. Der Datenstrom durchläuft kein Fehlerkorrekturprotokoll (USB/SPDIF), das die Phase verändern könnte.

A. Bridge Pink Faun I²S (PCIe-Ausgang) 

Das Signal verlässt den PC über eine spezielle PCIe-Schnittstelle.  Der große Vorteil ist die direkte Verbindung mit dem Systembus, wodurch Pakete und zufällige Neuclockings
des USB vermieden werden. Die hochpräzisen Takte des Pink Faun takten das Signal an der Quelle.


Der Datenstrom wird in nativem 32-Bit beibehalten. Die technische Validierung ist absolut: Jeder Versuch, den DAC auf 16 oder 24 Bit zu zwingen, führt zu einem Monosignal, was beweist, dass der I²S-Bus mit bitgenauen Daten gesättigt ist, ohne dass eine Software-Manipulation erforderlich ist.

B. Schnittstelle Ian Canada Solo Pro & Superkondensatoren

Das Modul Ian Canada Solo Pro wird zwischen die Hauptstromversorgung und die Karte 
Pink Faun I²S geschaltet. Es erfüllt eine wichtige Funktion: Es ersetzt ein Schaltnetzteil, das 
möglicherweise Störgeräusche verursacht, durch eine hochentwickelte lineare Lösung, die 
durch Superkondensatoren unterstützt wird.

Die Filterung durch Superkondensatoren bietet eine Ausgangsimpedanz von nahezu Null, die weit unter der von herkömmlichen linearen oder Schaltnetzteilen liegt. Diese Eigenschaft ermöglicht eine sofortige Reaktion auf vorübergehende Stromabrufe 
der hochpräzisen Uhren des Pink Faun, die äußerst empfindlich auf die Stabilität der Stromversorgung reagieren. 

Durch die Unterdrückung von Phasenrauschen und die Bereitstellung einer sofortigen Energiereserve für dynamische Spitzen stabilisiert dieses Modul das Stereobild auf spektakuläre Weise und lässt selbst kleinste Details aus einer absolut stillen Hintergrundkulisse hervortreten. 

Es ist ein unverzichtbares Glied für erfahrene Audiophile, da es bereits vor Beginn der Digital-Analog-Wandlung für elektrische Reinheit sorgt.

C. Umwandlung Ferrum (Wandla + Hypsos)

Die Wahl des DAC Ferrum Wandla GoldenSound Edition und seines Hybrid-Netzteils Hypsos folgt der Logik einer extrem transparenten und kohärenten Kette.



Die Synergie zwischen Hypsos und Wandla ermöglicht dem DAC eine verbesserte Dynamik und ein nahezu nicht vorhandenes Hintergrundrauschen. Die für ihre Transparenz und 
Musikalität bekannten Ferrum-Produkte verfügen über speziell entwickelte digitale Filter, die in Zusammenarbeit mit Signalyst (HQPlayer) entwickelt wurden.

Im Gegensatz zum manchmal „klinischen” Klangbild der ESS Sabre-Chips bietet die maßgeschneiderte Implementierung des Wandla in Verbindung mit diesen HQ-Filtern einen natürlichen, luftigen Klang ohne Härte, der jegliche Ermüdung beim Hören verhindert.

Das zusätzliche Modul GoldenSound Add-on verfeinert dieses Ergebnis, indem es Vor-Echo-Artefakte minimiert und den Klangfarben einen Hauch von Wärme und natürlicher Textur verleiht, was die Suche nach chirurgischer Neutralität ideal ergänzt und gleichzeitig analog und angenehm für das Ohr bleibt.


3. Elektroakustische Integration und Umgebung

Die Kette endet nicht bei den Kabeln, sondern erstreckt sich bis zur Struktur des Raums und zur Entkopplung der Wandler.


A. Monitoring PSI Audio A23-M (Luftinstallation)

Die Lautsprecher PSI Audio A23-M sind aktive, vollständig analoge Drei-Wege-Monitore, die in der Schweiz einzeln von Hand gefertigt und kalibriert werden und eine Klangwiedergabe von außergewöhnlicher Präzision garantieren. Ihr technisches Design basiert auf fortschrittlichen proprietären Technologien:

• AOI (Adaptive Output Impedance): 
Dieses patentierte System kontrolliert kontinuierlich die Bewegung der Lautsprecher und hebt deren natürliche Resonanz auf, um einen Klang ohne jegliche Verfärbung zu gewährleisten.

• CPR (Compensated Phase Response): 
Diese Technologie verwendet analoge Allpassfilter, um die akustische Phase 
aller Lautsprecher (8„-Tieftöner, 4,7“-Mitteltöner, 3,9"-Hochtöner) perfekt aufeinander abzustimmen und sorgt so für ein stabiles Stereobild, eine präzise Positionierung der Klangquellen und eine unglaubliche Tiefe der Klangbühne (S. 2).

• Class G/H- und AB-Verstärkung: 
Die integrierte Dreifachverstärkung bietet eine Gesamtleistung von über 400 W (310 + 120 + 55 W Spitze) und ermöglicht eine schnelle Transientenwiedergabe und einen hohen Dynamikbereich von bis zu 122 dB SPL max, was für ein präzises Monitoring unerlässlich ist. Ihr Frequenzgang ist von 34 Hz bis 23 kHz (-6 dB) flach.

Durch die „luftige” Installation auf isoakustischen Sockeln, ergänzt durch 20 mm Kunstfaser auf einer MDF-Unterlage, verhindert diese dreifache Entkopplung jegliche Übertragung von Schwingungsenergie auf das Mobiliar (Schreibtisch). 

Das Ergebnis ist eine absolut stabile Klangbühne, auf der selbst kleinste Details aus einer 
absolut stillen Umgebung hervortreten, ohne jegliche Verfärbung durch „Kastenklang” oder Oberflächenresonanzen.

B. Ausgewogene akustische Behandlung (mehrschichtig)

Die Umgebung ist als Erweiterung des Raums konzipiert, mit einer heterogenen Dichteverteilung,   um den „dumpfen” und leblosen Klang überbearbeiteter Studios zu vermeiden:

• Behandlung der Rückseite (140 mm Abstand): 
Die Kombination aus 80 mm Steinwolle (100 kg/m³) hinter 60 mm Kunstfaser 
(40 kg/m³), die in einer „W”-Form angebracht ist, schafft eine komplexe Wellenfalle. Diese Dichtevariation und der hintere Luftraum ermöglichen eine lineare Absorption des unteren Mitteltonbereichs und des unteren Spektrums.

• Behandlung von Decke und Wänden: 
Die perforierte Gipskartondecke mit 120 mm gekreuzter Steinwolle bewältigt die 
vertikalen stehenden Wellen. Die 10 mm dicke Wandverkleidung aus Kunstfaser absorbiert die primären Hochfrequenzreflexionen, ohne die Gesamtakustik zu dämpfen.

• Frontale Diffusion: 
Auf Kopfhöhe platziert, speist sie diffuse Energie in den Raum zurück und schafft so ein 
Gefühl von Raum und Luftigkeit, das für ein nahes Hörerlebnis unerlässlich ist.


C. Synergie und Gesamtbalance. 

Die Stärke des Systems liegt darin, dass es keine „schwachen Glieder” gibt. 
Das Gleichgewicht zwischen roher elektrischer Leistung (Loki 1200 W), präziser digitaler Übertragung (I²S 32-Bit / Pink Faun) und heterogener akustischer Kontrolle schafft ein Werkzeug zur Wiedergabe mit chirurgischer Präzision. 

Es geht nicht mehr um audiophiles Hören, sondern um Transparenz beim Mastering, bei der jede Änderung der Parameter (Betriebssystem, Filter oder Platzierung) sofort hörbar wird.


4. Abschließendes Fazit

Das System erreicht ein seltenes Maß an technischer Exzellenz. 
Die Homogenität zwischen der physikalischen Trennung der Ströme (CCD, natives 32-Bit-I²S), der Reinheit der Superkondensator-Stromversorgung und der mehrschichtigen akustischen Behandlung (140 mm heterogen hinten, Kreuzdecke) schafft eine hochpräzise Hörumgebung. 

Die Synergie zwischen den PSI Audio A23-M-Monitoren, ihrer patentierten Analogtechnologie (AOI/CPR) und der hochoptimierten digitalen Quelle macht diese Anlage zum Maßstab für privates Mastering und bietet ein Klangerlebnis von außergewöhnlicher Transparenz und Natürlichkeit, wie es sonst nur in professionellen Studios zu finden ist.

Das Herzstück dieser Ausgewogenheit ist der DAC Ferrum Wandla, dessen einzigartige Flexibilität es ermöglicht, Emotionen nicht zugunsten der Präzision zu opfern. 

Dank der Integration von Signalyst-Filtern (HQPlayer) bietet er einen in seiner Kategorie unübertroffenen Einstellungsbereich: Er kann sich absolut neutral zeigen oder eine organischere Signatur annehmen (Impact-, Tube- oder Gauss-Filter-Modi), je nach den Anforderungen des Projekts oder den Vorlieben des Zuhörers.

Letztendlich begnügt sich dieses System nicht damit, die Musik ohne Artefakte wiederzugeben, sondern ermöglicht es durch seine offene Architektur, ein Klangbild zu schaffen, das sowohl präzise als auch zutiefst menschlich ist und sich mit beeindruckender Natürlichkeit an jedes Werk anpasst.

 

4. Technischer Anhang: Leitfaden zur Systemvorbereitung

A. BIOS & GRUB

• BIOS: 
Global C-state Disabled, 
DF C-States Disabled, 
Curve Optimizer -35, 
Thermal Limit 85°C.

• GRUB:
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash skew_tick=1 
isolcpus=12-23 nohz_full=12-23 rcu_nocbs=12-23 mce=off 
threadirqs".

B. Optimierungsskript  optimize_audio.sh 

Dieses Skript sperrt den Ton auf Kern 23 (validiert durch den 32-Bit-Mono/Stereo-Handshake des DAC).



C. Verfahren zur Installation des Skripts

bash

sudo mv /home/alain/optimize_audio.sh /usr/local/bin/

sudo chown root:root /usr/local/bin/optimize_audio.sh

sudo chmod 755 /usr/local/bin/optimize_audio.sh

(sudo crontab -l ; echo "@reboot /usr/local/bin/optimize_audio.sh") | sudo crontab -e

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