High-End Wien 2026 - Los geht´s

High-End Wien 2026 - Los geht´s

Die High End 2026 steht vor der Tür.

Doch anders als in den letzten zwei Jahrzehnten findet die Messe dieses Jahr nicht in München, sondern in Wien statt. Ich betrachte diese Entwicklung mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge, denn in den letzten Jahren habe ich München sehr liebgewonnen.

Ich habe München als eine sehr grüne, entspannte und freundliche Stadt wahrgenommen, in der ich mich von Anfang an extrem wohlgefühlt habe. Auch die Location im MOC empfand ich immer als sehr angenehm: lichtdurchflutet, offen gestaltet und geräumig.

Die Infrastruktur passte einfach, es gibt jede Menge Hotels und gute Restaurants in unmittelbarer Nähe. Insofern war München – nicht zuletzt auch wegen der kurzen Anreise von gut drei Stunden – eine grossartige Location. Und obwohl die High End jedes Mal viel Arbeit bedeutet und mit erheblichem Stress verbunden ist, habe ich die Zeit dort immer genossen.

Ein besonderes Highlight abseits des Messebühnen war für mich der tägliche Besuch im Olympiapark – eine grüne Oase der Ruhe inmitten der Stadt, in der ich meine Outdoor-Workouts machen und die herrliche Aussicht geniessen konnte.

Alles ist anders - oder doch nicht?

Die Nachricht vom Umzug der Messe nach Wien hat im vergangenen Jahr für hohe Wellen gesorgt. Im persönlichen Gespräch mit Fachbesuchern, Herstellern und Distributoren zeigt sich bis heute ein gemischtes Bild. Während beispielsweise osteuropäische Aussteller die verkürzte Reisezeit begrüssen, reagierten vor allem deutsche Hersteller oft ernüchtert.

Viele zeigten wenig Verständnis für diesen Schritt, da die High End Society schliesslich eine deutsche Organisation ist und sich vermutlich auch in Deutschland ein geeigneter neuer Standort gefunden hätte. Hinzu kam bei vielen die Sorge vor einer komplizierteren Logistik und einer erheblich längeren Anreise.

Auch mich hat die Nachricht im ersten Moment geschockt. Ich fragte mich ernsthaft, ob ich mir in Zukunft wirklich acht Stunden Autofahrt antun wollte. Aber eigentlich war mir schnell klar: Ich werde es tun. Denn nur auf der High End bietet sich jedes Jahr die Gelegenheit, unsere Hersteller und viele internationale Kunden persönlich zu treffen, ihnen die Hand zu schütteln, gemeinsam Produkte zu testen oder sich einfach bei einem Kaffee oder Tee auszutauschen.

Es sind eben nicht die neuen Produkte, über die wir meist ohnehin schon im Vorfeld Bescheid wissen – es sind die Menschen!

Und diese vier Tage des echten, menschlichen Austauschs – heute neudeutsch „Socializing“ genannt – sind für mich jeden Aufwand wert. Denn genauso, wie ich unsere Kunden am liebsten persönlich bei uns im Showroom begrüsse, um Vertrauen und eine echte Bindung aufzubauen, so passiert das Gleiche auf der High End mit unseren Partnern.

Neue Perspektiven

Deshalb sehe ich den Wechsel im Vorfeld nicht als Nachteil, sondern als Chance. Eine neue Location bietet schliesslich auch jede Menge neue Möglichkeiten. So schön es in München war und so sehr man sich an das Gewohnte klammert: Loszulassen und sich auf Neues einzulassen, ist essenziell und bringt uns im Leben (und im Business) weiter.

Ich blicke also voller Vorfreude nach vorne und bin gespannt auf die High End 2026 in Wien! Auf die mindestens acht Stunden Autofahrt freue ich mich zwar etwas weniger, aber immerhin bin ich nicht alleine: Ich habe drei Kollegen dabei – langweilig wird es also garantiert nicht!

Bis ganz bald,

Euer Tom von Audio Essence

 

* Bildquelle Titelbild: HIGH END SOCIETY 

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