Odins Raven Magic - Empire Ears Raven

La magie du corbeau d'Odin - Empire Ears Raven

Was lange währt...

Lange war es ruhig um Empire Ears. Das einzige neue Produkt 2023 war eine Kooperation mit Astell & Kern namens Odyssey und zudem nur in begrenzter Stückzahl verfügbar. 

Empire Ears haben sich Zeit gelassen ihr neuestes Flaggschiff zu veröffentlichen, aber jetzt ist es endlich soweit. Ich darf vorstellen: Die Empire Ears Raven.

Es ist jetzt fast 3 Jahre her, dass der legendäre Odin veröffentlicht wurde und dennoch ist Empire Ears bisheriges Flaggschiff noch immer einer der besten In-Ear Monitore (IEMs) der Welt - und einer der meistverkauften. Dem Odin wurde und wird ein nahezu perfektes Tuning nachgesagt, dass nach wie vor viele Musiker und Audiophile begeistert. 

Natürlich gab es auch Kritikpunkte: Vor allem der Bereich der oberen Mitten bzw. der unteren Höhen war einigen Audiophilen "zu scharf" bzw. überbetont. Einige andere bemängelten, der Bass wäre zwar exzellent, es düfte aber durchaus etwas mehr sein. Natürlich sind diese Eindrücke sehr individuell und durchaus auch von der verwendeten Quelle (DAP/Amp) abhängig. Dennoch Raum zur Verbesserung bzw. Perfektionierung. Keine leichte Aufgabe für Empire Ears!

Da sich die Jungs und Mädels aus Norcross im Bundesstaat Georgia USA aber nicht auf ihren Loorbeeren ausruhen, wurde im Hintergrund fleissig weiterentwickelt, ausprobiert und getuned, um den eigenen Meilenstein zu übertreffen und die Grenzen des Machbaren weiter zu verschieben.

Oder wie Jack Vang, Vice President bei Empire Ears es ausdrückt:

"Wir bei Empire Ears haben uns immer von einer einzigartigen Vision leiten lassen - wir wollen Erlebnisse schaffen, die über das Gewöhnliche hinausgehen. Jetzt, wo wir unser neuestes Meisterwerk enthüllen, freuen wir uns darauf, Sie in seine raffinierte Welt einzuladen."

Als offizieller Launch Partner sehen wir von Audio Essence uns verpflichtet, dieses aussergewöhnliche Produkt gebührend vorzustellen und den Anfang macht wie immer eine kleine Unboxing-Fotosession.

Empire Ears RavenEmpire Ears Raven

Bei der Verpackung orientiert man sich dieses mal nicht an Empire Ears' kompakten Standard-Boxen, sondern an der EExAK Odyssey - Verpackung, die deutlich grösser ausfällt. 

In schlichtem Matt-Schwarz gehalten, ziert die Vorderseite das silberne Raven Logo und die Rückseite verrät bereits ein paar technische Details.

Empire Ears Raven

Das dreigeteilte Innere enthält neben den IEMs und dem Kabel in der Mitte noch eine metallene Garantiekarte, Handbuch und Accessories wie Eartips und Reinigungstuch. 

Statt des üblichen Aluminium Transportcases gibt's beim Raven ein deutlich angenehmeres Ledercase inklusive ledernem Kabelbinder.

Empire Ears RavenEmpire Ears Raven

Aber schauen wir uns das Objekt der Begierde doch mal genauer an.

Empire Ears RavenEmpire Ears Raven

Beim Raven verwenden Empire Ears erstmals keine reine Polyacryl-Konstruktion, sondern Polyacryl-Shells mit einer eingelegten Faceplate aus eloxiertem Edelstahl mit gestanztem Raven- bzw. Empire Ears Logo.

Die neue Konstruktion war offenbar auch einer der Gründe für die Release-Verschiebung von 2 Monaten, denn es musste ein Lieferant gefunden werden, der die Faceplates in der gewünschten Qualität produzieren konnte. Zudem ist die Verbindung von Polyarcyl-Shell und Metall-Faceplates offenbar nicht ganz trivial.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Edles Understatement ist hier wohl der geeignete Begriff. Wobei - die Launch Edition weicht hier etwas ab, aber dazu später mehr.

Empire Ears Raven

Hier nochmal das neue Ledercase im Detail. Laut Empire Ears wurde hier Saffiano Leder verwendet.

Empire Ears Raven

Das Kabel wurde - so wie schon beim Odin oder EVO - speziell von PWAudio für den Raven entwickelt und präsentiert sich in schlichtem Schwarz. 

Empire Ears RavenEmpire Ears Raven

Bei Splitter und Stecker kommen Bauteile aus Aluminium zum Einsatz während der Stecker selber offenbar rhodiniert ist. Genaue Infos stehen zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung - werden aber sobald wie möglich nachgeliefert.

Die bisherigen Bilder zeigen die Standard - Edition des Raven. Für die Launch Edition haben sich Empire Ears ein paar besondere Sachen einfallen lassen.

Launch Edition

Die limitierte Launch Edition von Raven ist ein exklusives Angebot von nur 400 Stück. Diese besondere Version verleiht der Standard-Edition einen besonderen Touch, perfekt für anspruchsvolle Kunden, die die sich nach einem Hauch von Einzigartigkeit sehnen.

 Empire Ears Raven Launch EditionEmpire Ears Raven Launch EditionEmpire Ears Raven Launch EditionEmpire Ears Raven Launch Edition

Diese Edition zeichnet sich durch luxuriöse, vergoldete Faceplates aus Edelstahl aus, ein Beweis für unser Engagement für höchste Handwerkskunst. Zudem wird die Launch Edition mit einem edlen Saffiano-Lederetui ausgeliefert, das geschmackvoll mit einem goldgeprägten Logo verziert ist.

Um dieses Erlebnis wirklich unvergesslich zu machen, wird jedes Gerät von persönlichen Dankeskarten begleitet - Karten, die von unseren Geschäftsführern Dean und Jack Vang unterzeichnet wurden.

Als Bonus legen wir unsere speziell entworfenen Raven-Challenge- Münzen der ersten Charge dieser Einführungseditionen bei.

Klangeindrücke

Natürlich habe ich den Raven sofort einer ersten Hörsession unterzogen. Quelle der Wahl war ein Hiby RS8 DAP.

Empire Ears Raven

Die Zeit reichte bisher nicht, um den Raven genügend einzuspielen (In der Regel 100+ Stunden). Dennoch möchte ich meine ersten Eindrücke auch im Vergleich mit dem Odin schildern, also los gehts...

Der Empire Ears Raven zeichnet sich durch einen vollmundigen, sehr detailierten und räumlichen Klang aus. Er ist im Vergleich zum Odin weniger "hell" abgestimmt, liefert aber mindestens die gleiche Detailfülle und Auflösung. Auch bei kritischen Titeln fielen mir keine Zischlaute oder unangenehme Höhen auf. 

Die Basswiedergabe erinnert an den EVO, ist aber einen Tick weniger brachial. Der Bassdruck ist immer noch massiv und deutlich stärker als beim Odin. 

Stimmen werden eindringlich, sonor und emotional dargestellt. Überhaupt finde ich die Stimmwiedergabe beim Raven eine der besten, die ich bisher gehört habe.

Was den Raven von den anderen Empire Ears Flaggschiffen zudem unterscheidet, ist sein besonders räumlicher Klangcharakter. Je nach Musikstück möchte ich von fast dreidimensionalem Klang reden. Das Ganze hat folgerichtig auch eine im Vergleich zum Odin verbesserte Bühnenabbildung zur Folge.

Kanaltrennung und Layering sind exzellent und auf höchstem Niveau.

Der Odin klingt im direkten Vergleich "dünner" und während der Göttervater schlechtere Aufnahmen gnadenlos enthüllt, habe ich das Gefühl, dass der Raven hier etwas gutmütiger zu Werke geht. Wie gesagt - das bedeute nicht, dass man auf Details verzichten muss - das Tuning verzeiht einfach mehr als beim Odin.

Ich höre den südkoreanischen "Alchemy of Souls" " Soundtrack: Gänsehaut pur. Unglaublich eindringlich und intensiv. Irrsinnige Dynamikfähigkeiten. Stimmen gehen wortwörtlich unter die Haut und lassen meine Armhaare zu Berge stehen.

 

Dann ein Werk wie für den Raven gemacht: "Odins Raven Magic" als Orchesterwerk interpretiert von Sigur Ros. Komponiert im 14. oder 15. Jahrhundert ist "Odins Raven Magic" ein isländisches Gedicht in der alten Edda-Tradition. Die Aufführung ehrt das Gedicht, dramatisch und schön, klassisch und zeitgenössisch.

Ein bombastisches Werk und der Raven scheint nicht nur wegen seines Namens wie dafür geschaffen. Es ist das erste Mal, dass ich mit einem IEM Bassgewitter in meinem Körper fühlen kann - so als ob ich mit einem externen Subwoofer höre. Absolut verrückt!

 

Das hier ist die wohl emotionalste Musikerfahrung, die ich bisher mit In-Ears erleben durfte. Wenn ich darüber nachdenke ist es vielleicht die emotionalste Musikerfahrung ausserhalb eines Live-Konzertes, die ich je hatte. Unglaublich eindringlich und intensiv.

Raven ist kein IEM, mit dem man mal so eben nebenbei Musik hören kann. Raven fordert meine gesamte Aufmerksamkeit und lässt mir keine Verschnaufpause. Das Musikhören wird zum Erlebnis, zur Achterbahnfahrt.

Empire Ears hatten viel vor im Jahre 2023 aber sie haben sich entschieden, alle anderen laufenden Projekte auf Eis zu legen und sich voll und ganz auf Raven zu konzentrieren. Ich kann jetzt nachvollziehen warum und ziehe meinen Hut vor dieser sicherlich schwierigen und gewagten Entscheidung.

Raven ist die Kulmination von geballter Audio-Erfahrung, Leidenschaft und Hingabe. Anders kann ich mir das Ergebnis nicht erklären.

Synergie

EE Raven spielt seine Fähigkeiten erst mit einer wirklich erstklassigen Quelle (DAP/Amp) voll aus. Während das Klangbild auf dem exzellenten Hiby R6 Pro II schon sehr gut war, wurde es mit einem Hiby RS8 oder Cayin N8ii zum echten
Erlebnis. Das lässt mich hoffen, dass - genau wie beim Odin - zukünftige, noch bessere DAPs und Amps den Raven in neue, ungeahnte Höhen katapultieren. Doch diese Spekulation ist müssig. Hat man einen Top-DAP oder -Amp zuhause,
wird man darüber kaum nachdenken, sondern das im HIER UND JETZT Gebotene einfach geniessen.

Vorab-Fazit

Empire Ears Raven

Der EE Raven stellt aktuell wohl den Gipfel des Machbaren bei In-Ear Monitoren dar ohne wie einige (sehr gute) Konkurrenzprodukte beim Preis in astronomische Regionen vorzudringen. Klar, der Preis ist kein Pappenstiel. Aber was man dafür an Klang bekommt, ist schlicht das Beste. Punkt.

Ich habe einen neuen Favoriten und er heisst Empire Ears Raven.


Bestellung & Auslieferung 

Raven Launch Edition

  • Ab sofort vorbestellbar. (Nur wenige Stück verfügbar)
  • Auslieferung ab 1. September

Raven Standard-Edition

  • Ab 18. August vorbestellbar
  • Auslieferung Ende September

 

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